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Ein neuer Kurs für die Mobilität: Eike Rothauge im Gespräch

Eike Rothauge hat kürzlich die Leitung eines wichtigen Verkehrsprojekts übernommen. In seinem ersten Interview spricht er über die Herausforderungen und Chancen der nachhaltigen Mobilität.

Eike Rothauge, frisch ernannter Leiter des neuen Verkehrsprojekts, hat sich das ehrgeizige Ziel gesetzt, das Gesicht der Mobilität in der Stadt zu verändern.

Bei einem unserer ersten Gespräche stellte er fest, dass "jeder auf dem Fahrrad sitzt, nicht im Stau". Das klingt fast nach einer heiteren Wortspielerei im Angesicht der oft trägen Realität in den Innenstädten. Doch hinter dieser Aussage steckt eine klare Vision, die er mit unverblümtem Enthusiasmus verfolgt.

Rothauge ist kein Unbekannter in der Welt der Mobilität. Von seinen früheren Positionen bei verschiedenen Verkehrsbetrieben brachte er wertvolle Erfahrungen mit, die er nun in seine neue Rolle einbringen möchte. Seiner Ansicht nach ist der Schlüssel zu einer erfolgreichen Verkehrswende, das Radfahren nicht nur als Freizeitaktivität zu betrachten, sondern als essenziellen Bestandteil eines nachhaltigen Verkehrsnetzes.

Er erinnert sich an seine Kindheit, als er häufig mit dem Fahrrad zur Schule gefahren ist. "Das war nicht nur umweltfreundlich, sondern auch praktisch. Und es gibt nichts Schöneres, als den Wind in den Haaren zu spüren, während man durch die Stadt fährt." Diese nostalgischen Erinnerungen will er nun auf die heutige Zeit übertragen. Rothauge ist überzeugt, dass eine Stadt, in der mehr Menschen auf das Rad umsteigen, nicht nur weniger Verkehrsstaus hat, sondern auch lebenswerter wird.

Die Herausforderung der Infrastruktur

Dennoch gibt es Hürden, die es zu überwinden gilt. Wenn er über Infrastruktur spricht, merkt man Rothauges ernsthaften Blick. "Die bestehenden Radwege sind oft nicht ausreichend. Es muss sich etwas ändern, damit die Menschen sich sicher fühlen, wenn sie das Fahrrad nutzen." Dabei geht es nicht nur um die Quantität der Radwege, sondern auch um deren Qualität. Unebenheiten, fehlende Beschilderung und mangelhafte Beleuchtung sind oft die Gründe, warum Radfahrer das Gefühl haben, nicht willkommen zu sein.

Rothauge plant daher, gemeinsam mit Stadtplanern und Architekten innovative Konzepte zu entwickeln, die das Radfahren attraktiver machen. "Wir müssen die Radroute so gestalten, dass sie die bequemste und sicherste Option für die Pendler wird," sagt er mit Nachdruck. Und tatsächlich, wenn es um Sicherheit geht, scheint er sich nicht mit halben Sachen zufrieden zu geben. "Wir müssen sicherstellen, dass alle Radfahrer, vom ungeübten Freizeitfahrer bis hin zum sportlichen Pendler, sich in der Stadt wohlfühlen."

Seine Vision geht über die bloße Verbesserung der Radwege hinaus. Rothauge hat die Idee, multimodale Verkehrskonzepte zu entwickeln. Das bedeutet, dass verschiedene Verkehrsträger, wie Busse, Bahnen und Fahrräder, besser miteinander verknüpft werden müssen. "Wenn ich mit dem Rad zur Station fahren kann, um dann mit der Bahn weiterzureisen, ist die Wahrscheinlichkeit viel höher, dass ich es auch mache," erklärt er.

Er sieht in diesem Ansatz eine Möglichkeit, nicht nur den Umstieg auf das Fahrrad zu erleichtern, sondern auch das Nutzererlebnis insgesamt zu verbessern.

Rothauge ist sich der Widerstände bewusst, die ihm begegnen werden. Von Autofahrern, die sich in ihrer Routine gestört fühlen, bis hin zu politischen Entscheidungsträgern, die mehr Druck fühlen, wenn es um die Bereitstellung und Finanzierung neuer Projekte geht. "Jeder Fortschritt erfordert Kompromisse," erkennt er an. Aber ist das nicht der Preis, den wir bereit sein sollten zu zahlen, um eine lebendigere und nachhaltigere Stadt zu ermöglichen?

Wenn er darüber nachdenkt, wie viele Menschen täglich im Stau stehen, wird Rothauge nachdenklich. „Wir müssen den Menschen zeigen, dass es Alternativen gibt. Jeder kann einen Beitrag leisten, indem er einfach umsteigt und das Rad wählt.“ Diese Botschaft wird immer wieder in seinen Auftritten betont. Es ist eine Herausforderung, die nicht nur mobilitätsbezogen ist, sondern auch gesellschaftliche Dimensionen hat. Es geht darum, die Menschen dazu zu bringen, ihre Gewohnheiten zu überdenken und neue Wege zu beschreiten – oft so einfach wie das Aufsteigen auf das Fahrrad.

Rothauges Optimismus ist erfrischend, wenn man ihn mit den oft drögen Diskussionen über Verkehrswende und Klimaschutz vergleicht. Vielleicht braucht es genau so jemanden wie ihn, um Bewegung zu schaffen, im übertragenen wie im wörtlichen Sinne. Wenn man ihm zuschaut, wie er über seine Vision spricht, kann man fast glauben, dass es eines Tages tatsächlich weniger Staus auf den Straßen geben könnte.

Letztendlich bleibt abzuwarten, wie die Umsetzung seiner Ideen in der Praxis aussehen wird und ob er die Menschen tatsächlich dazu bringen kann, sich von den Staus zu befreien. Aber eines ist sicher: Eike Rothauge hat sich das Ziel gesetzt, nicht nur ein weiteres Kapitel in der Geschichte der Mobilität aufzuschlagen, sondern einen neuen Weg einzuschlagen. Und das allein ist schon einen Blick wert.

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